Inulin - der Aktiv-Ballaststoff mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten

Inulin ist ein natürlicher und leicht süßlich schmeckender Ballaststoff aus der Chicorée-Wurzel, welcher eine positive Wirkung auf die Darmflora haben kann. Es ist ein fein granuliertes Pulver von weißer Farbe, das einer Vielzahl von Lebensmittelzubereitungen ein angenehmes Mundgefühl verleiht. 

Herkunft von Inulin

Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, welcher in natürlicher Form in bestimmten Pflanzen- und Gemüsearten vorkommt wie z.B. in Topinambur, Zwiebeln, Artischocken, Spargel oder Poree. Insbesondere die Chicorée-Wurzel enthält beträchtliche Mengen an Inulin. Der Anbau der Zichorienwurzeln sowie die Herstellung der Ballaststoffe erfolgt ausschließlich in Europa. 

Herstellung

Inulin wird durch Heißwasserextraktion (ein natürlicher Prozess) aus der Wurzel der Zichorie gelöst. Nach dem Trocknen erhält man den feinpulvrigen weißen Ballaststoff. 

Welche Effekte hat der Ballaststoff Inulin?

Auffüllen des Ballaststoffdefizits

Viele Erkrankungen sind auf einen zu geringen Ballaststoffverzehr zurückzuführen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von ca. 30 g, wobei die meisten Europäer auf nur etwa die Hälfte dieser Menge kommen. In einer Portion Nudeln (ca. 60 g) sind ca. 2 g Ballaststoffe und in 1 Scheibe Vollkornbrot ca. 5 g enthalten. Durch den regelmäßigen Verzehr von Inulin kann ein ernährungsbedingtes Ballaststoffdefizit ausgeglichen werden. 

Unterstützung einer kalorienbewussten Ernährung

Inulin fördert aufgrund seines Quellvermögens das Sättigungsgefühl. Wird Inulin als Shake ca. 20-30 Minuten vor einer Mahlzeit verzehrt, so kann man auch von einer kleineren Mahlzeit satt werden. 

Aktivierung der Verdauung

Inulin bindet im Darm viel Wasser und erhöht somit das Stuhlvolumen. Dies führt zur Anregung der Darmtätigkeit und zur erhöhten Abgabe von Verdauungssäften. Die Darmpassagezeit kann verkürzt werden und einer Verstopfung auf natürliche Weise entgegengewirkt werden. Inulin unterstützt außerdem den Selbstreinigungsprozss des Darmes, indem er unerwünschte Schadstoffe bindet und für eine schnellere Ausscheidung aus dem Körper sorgt. 

Wie kann ich Inulin in meine Ernährung integrieren?

Inulin hat einen leicht süßlichen Geschmack und eignet sich unter anderem hervorragend zum Backen. Ersetzen Sie 10% des angegebenen Mehls durch Inulin. Das Brot wird dadurch schön luftig und locker. 

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Zugabe zu fettarmen Speisen wie z.B. Joghurt oder Quark. Diese werden dadurch cremiger. 

Inulin kann auch eingerührt in Fruchtsäfte, Milchshakes, Buttermilch oder Müsli verzehrt werden. 

Empfohlen wird die Aufnahme von 1 Esslöffel (ca. 10 g) Inulin pro Tag.